spusu-Gemeindechallenge 2026: NÖ sucht wieder seine aktivsten Gemeinden

spusu-Gemeindechallenge 2026: NÖ sucht wieder seine aktivsten Gemeinden

Ganz Niederösterreich kommt wieder in Bewegung: Von der Laufrunde, über die Radtour bis zum Spaziergang, der Wanderung oder der Ausfahrt mit den Inlineskates. Bei der spusu NÖ-Gemeindechallenge 2026 können Niederösterreichs Gemeinden wieder zeigen, wie sportlich sie sind. Von 1. Juli bis 30. September ruft SPORTLAND Niederösterreich gemeinsam mit spusu, sodexo und den NÖ-GemeindevertreterInnenverbänden wieder dazu auf, aktiv zu sein, Bewegungsminuten zu sammeln und die eigene Gemeinde im Rennen um den Titel der aktivsten Gemeinden des Landes zu unterstützen.

Die spusu NÖ-Gemeindechallenge macht jedes Jahr sichtbar, wie viel Bewegungsfreude, Teamgeist und Zusammenhalt in unseren Gemeinden steckt. Wenn Jung und Alt gemeinsam aktiv werden, entsteht ein Wettbewerb, bei dem alle gewinnen: Die eigene Gesundheit, die Gemeinschaft vor Ort und der Sportstandort Niederösterreich. Deshalb lade ich alle Landsleute herzlichen ein, mitzumachen und Teil dieser landesweiten Bewegung zu werden“, so Sportlandesrat und LH-Stellvertreter Udo Landbauer.

Anmeldung ab sofort möglich

Ab sofort können sich alle NiederösterreicherInnen für die Challenge registrieren. Einfach die „spusu Sport“-App herunterladen, anmelden und der eigenen Gemeinde virtuell beitreten. Alle Gemeinden Niederösterreichs sind bereits in der App hinterlegt und können mit wenigen Klicks ausgewählt werden. Die App ist mit gängigen Sportuhren und Plattformen, wie Polar, Garmin, Strava, Suunto, Apple Watch & Co. kompatibel und ermöglicht eine einfache Erfassung der aktiven Minuten.

Der Startschuss fällt am Mittwoch, den 1. Juli 2026. Ab diesem Tag heißt es: Raus in die Natur, aktiv sein und Bewegungsminuten sammeln. Die getrackten Aktivitäten werden automatisch der jeweiligen Gemeinde zugerechnet. Über die App behalten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer jederzeit den Überblick über die aktuelle Zwischenwertung – sowohl den Vergleich mit anderen Gemeinden wie auch das persönliche Abschneiden gegenüber den anderen Gemeindebewohnern.

Die Endabrechnung erfolgt am 30. September 2026. Danach werden die drei aktivsten Gemeinden in den Kategorien „1 – 2500 Einwohner“, „2501 – 5000 Einwohner“, „5001 – 10.000 Einwohner“ und „über 10.000 Einwohner“ ausgezeichnet.

Sportvereine aufgepasst!

Ein besonderes Highlight gibt es auch 2026 für Niederösterreichs Sportvereine: Bei der „Intersport-Vereinswertung“ können registrierte Sportvereine mit gültiger ZVR-Nummer zusätzlich zur Gemeindewertung virtuell gegeneinander antreten. Die gesammelten Minuten der virtuellen Vereinsmitglieder fließen dabei gleichzeitig in ein eigenes Vereinsranking ein, das unabhängig von der Gemeindewertung geführt wird. Der Beitritt zu einem Sportverein ist bis einschließlich Samstag, den 15. August 2026, möglich. Jede teilnehmende Person kann nur einem Sportverein angehören. Der Austritt aus dem gewählten Verein ist jederzeit wieder möglich. Die drei erfolgreichsten Sportvereine erhalten jeweils einen Intersport-Wertgutschein (UVP) in Höhe von 1.000 Euro.

Aktiv sein und gewinnen

Auch für alle TeilnehmerInnen gibt es wieder individuelle Anreize: In der „spusu Sport“-App warten zahlreiche Badges in Bronze, Silber und Gold, die für individuelle sportliche Leistungen gesammelt werden können. Unter all jenen, die im Laufe der spusu NÖ-Gemeindechallenge 2026 alle neun Badges in Gold erreichen, werden drei weitere Einkaufsgutscheine in Höhe von je 100 Euro verlost.

Am Bild oben (v. l.): Michael Niederer (Intersport), Bürgermeister Andreas Kollross (Verband Sozialdemokratischer GemeindevertreterInnen in Niederösterreich), LH-Stellvertreter Udo Landbauer, Sibylle Schütz (Österreichischer Städtebund – Landesgruppe Niederösterreich), Christina Prankl (Verband Freiheitlicher und Unabhängiger Gemeindevertreter NÖ), Michael Roscher (Sodexo) | © NLK Pfeiffer

Gemeindebäder in Gefahr: SPÖ NÖ fordert Tiroler Modell für NÖ

Gemeindebäder in Gefahr: SPÖ NÖ fordert Tiroler Modell für NÖ

Krumbach findet kein Personal mehr, in Pulkau rettet ein Verein das Freibad ehrenamtlich: SPÖ NÖ-Landesparteivorsitzender Sven Hergovich fordert ein eigenes NÖ-Förderprogramm nach dem Vorbild des Tiroler Bädertopfes.

Aktuelle Beispiele aus niederösterreichischen Gemeinden zeigen, wie dramatisch die Lage bei den Gemeindebädern ist: In Krumbach öffnet das Freibad 2026 erstmals ohne Eintritt – nicht aus Großzügigkeit, sondern weil kein qualifiziertes Aufsichtspersonal mehr gefunden werden kann. Und in Pulkau musste der Gemeinderat die Schließung des fast 60 Jahre alten Sonnenwaldbades beschließen – erst eine Unterschriftensammlung und ein neu gegründeter Förderverein retteten das Bad.

„Wenn ein Freibad in Niederösterreich zusperrt, verschwindet nicht nur ein Becken mit Wasser – dann reißt es ein Stück soziale Infrastruktur aus dem Herzen unserer Gemeinden“, weiß Kontroll-Landesrat und SPÖ NÖ-Landesparteivorsitzender Sven Hergovich.

Während die schwarz-blaue Landes-Koalition aus ÖVP und FPÖ in Niederösterreich die Ohren verschließt, hat das Land Tirol 2024 nach einer unabhängigen Bäderstudie den österreichweit einzigartigen „Tiroler Bädertopf“ mit 75 Millionen Euro beschlossen – finanziert zu zwei Dritteln vom Land, zu einem Drittel von Gemeinden und Tourismusverbänden. Davon sind 50 Millionen Euro für Neubauten und Sanierungen vorgesehen, 25 Millionen für laufende Betriebsbeiträge. Hallenbad-Neubauten werden mit bis zu 55 Prozent der förderbaren Kosten gefördert, Freischwimmbad-Sanierungen mit bis zu 20 Prozent. Ein eigener Bäderbeirat sorgt für transparente Vergabe. Im Schuljahr 2024/25 profitierten davon allein rund 29.000 Kinder und Jugendliche.

Bei der NÖ-Plan-Erstellung habe man sich genau angesehen, was in anderen Bundesländern gut funktioniert betont Hergovich: „Viele Dinge muss man nicht neu erfinden. Die funktionieren in einem anderen Bundesland schon. Jetzt muss nur noch Schwarz-Blau in die Gänge kommen und diese Best-Practice-Beispiele auch nach Niederösterreich holen. Tirol zeigt was möglich ist – auch bei uns. ÖVP und FPÖ müssen endlich handeln.“

Die vier Forderungen der SPÖ NÖ:

  1. Sofortiger Auftrag für eine landesweite NÖ-Bäderstudie 2026
  2. NÖ-Bäderfördermodell bis Ende 2026 nach dem Vorbild Tirols
  3. Kurzfristige Notfallunterstützung für akut gefährdete Gemeindebäder
  4. Leistbarer Zugang für alle – keine sozialen Ausschlusszonen durch Preisexplosion oder Zeitkürzungen

Foto: pixabay/Hans

Ein Offener Brief…

Ein Offener Brief…

…von NÖ GVV-Präsident Bgm. Andreas Kollross an den Präsidenten der Landarbeiterkammer Andreas Freistetter:

Sehr geehrter Herr Präsident,

es ist keine große Kunst, das Geld anderer auszugeben und dann zynisch auf Kritik zu antworten. In Ihrer Replik auf meine Forderung, die Landarbeiterkammerwahl hinkünftig doch selbst auszurichten, ganz so wie das Arbeiterkammer und Wirtschaftskammer machen, und nicht die Gemeinden damit belasten, antworten Sie, einmal in ein paar Jahren zwei Stunden werden doch wohl möglich sein. Das ist nicht nur zynisch, sondern auch unqualifiziert.

Möglicherweise hat der Präsident nicht die Kenntnis, wie seine eigene Wahl abläuft. Ich kläre gerne auf. Im Sommer des vorigen Jahres bekamen alle Gemeinden Teile der Wählerverzeichnisse. Diese mussten von den Gemeinden überprüft werden, ob die Menschen noch in der Gemeinde leben, bzw. weggezogen oder verstorben sind. Danach musste von den Gemeinden an die Kammer das Wählerverzeichnis zurückgesendet und gleichzeitig in der Gemeinde kundgemacht werden. So viel zum Thema, Ihre Kammer erstelle das Wählerverzeichnis selbst. Anfang des Jahres musste die konstituierende Sitzung der Wahlbehörde abgehalten werden. Zuständig dafür ist die Gemeinde. Dazu muss eingeladen, die Sitzung selbst abgehalten und danach muss kundgemacht werden. Am Wahltag selbst geht es natürlich nicht nur um die beiden Stunden der Wahlhandlung. Vielmehr muss die Wahlhandlung vorbereitet werden, nicht nur die Unterlagen, sondern in vielen Gemeinden wurden dazu Wahlzellen aufgestellt, um das geheime Wahlrecht auch zu gewährleisten. Nach der Wahlhandlung gehört wieder alles beseitigt und ein Mitarbeiter des Gemeindeamtes muss den Wahlakt auf die Bezirkshauptmannschaft bringen.

Summa summarum bedeutete dies in meiner Gemeinde einen zeitlichen Aufwand von zirka zwölf Stunden, davon ein Großteil an einem Sonntag mit Überstundenzuschlag. Jetzt können Sie gerne einwenden, was sind schon zwölf Stunden, aber ich möchte nochmals darauf hinweisen, es sind nicht ihre zwölf Stunden, sondern zwölf Stunden, die von meiner Gemeinde zu bezahlen sind und wir haben in Niederösterreich 573 Städte und Gemeinden in denen selbiges Prozedere stattgefunden hat. Somit reden wir nicht mehr von zwölf Stunden, wobei ich mir sicher bin, dass es in manchen Städten und Gemeinden sogar einen größeren zeitlichen Aufwand gab, sondern von 6.876 Stunden, die von den Kommunen für Ihre Kammerwahl aufgewendet wurden.

Sie wissen mit Sicherheit selbst, dass man in Österreich davon ausgeht, dass ein Vollzeitbeschäftigter ca. 1.700 Stunden im Jahr arbeitet. Bedeutet, die Städte und Gemeinden in Niederösterreich haben Ihrer Kammer für Ihre Wahl ca. vier Vollzeitbeschäftige zur Verfügung gestellt. So viel zum Thema zwei Stunden. Überstundenzuschlag nicht berücksichtigt. An wen dürfen wir die Rechnung schreiben?

Mit freundlichen Grüßen

Bgm. Andreas Kollross, NÖ GVV-Präsident

P.S.: Gerne bin ich bereit, mit Ihnen über eine gesetzliche Änderung zu sprechen und diese mit Ihnen gemeinsam anzustoßen. Nicht mehr bereit bin ich, in ein paar Jahren ein weiteres Mal diese Aufgabe und die daraus entstehenden Kosten als Gemeinde zu tragen.

Foto: piaxabay/schoelper

Kollross: „Wieso sollen die Gemeinden die Landarbeiterkammerwahlen durchführen? Damit muss endlich Schluss sein“

Kollross: „Wieso sollen die Gemeinden die Landarbeiterkammerwahlen durchführen? Damit muss endlich Schluss sein“

Bei den kürzlich abgehaltenen Landarbeiterkammerwahlen in Niederösterreich kam es vielerorts zu seltsamen Szenen. In den Wahllokalen der Gemeinden saßen oft mehr Beisitzer als Wähler auftauchten. Was bei vielen BürgermeisterInnen zu großen Unmutsäußerungen über die Tatsache führte, dass Gemeinden für die Durchführung dieser Wahl zuständig sind. Denn der damit verbundene Aufwand ist hoch und kostspielig.  NÖ GVV-Präsident Bgm. Andreas Kollross kann den Ärger seiner KollegInnen gut nachvollziehen: „Wieso sollen die Gemeinden die Landarbeiterkammerwahlen durchführen? Damit muss endlich Schluss sein!“

Im Unterschied zur Wirtschaftskammer- und Arbeiterkammerwahl führt die Landarbeiterkammerwahl nicht die jeweilige Kammern durch, sondern diese Wahl ist samt Vorbereitung von den Gemeinden abzuhalten. Kollross: „Warum? Was haben die Kommunen mit der Landarbeiterkammer am Hut?“

Geradezu grotesk wirkt das Ganze, wenn man sich den aktuellen Wahlsonntag, bei dem MitarbeiterInnen des Gemeindeamtes, sowie Mitglieder des Gemeinderates als Wahlbehörde tätig waren, etwas genauer ansieht: Eine Gemeinde mit 34 Wahlberechtigten, im Vorfeld neun Briefwahlkarten, WählerInnen im Wahllokal NULL. Oder eine größere Stadt im Süden von NÖ: 134 Wahlberechtigte, im Vorfeld 22 Briefwahlkarten, WählerInnen im Wahllokal NULL.

Kollross: „Ich könnte diese Liste endlos fortsetzen. Das Ergebnis bleibt gleich. WählerInnen im Wahllokal zwischen null und fünf. Ich möchte niemanden sein Wahlrecht absprechen und auch nicht seine gesetzliche Kammervertretung. Was ich allerdings sehr wohl in Frage stelle, ob entweder diese Wahl nicht von der zuständigen Kammer zur Gänze selbst durchgeführt werden kann oder diese ausschließlich mittels Briefwahl abzuhalten wäre. Der Aufwand der Kommunen, der natürlich finanziell nicht entschädigt wird, ist jedenfalls unberechtigt und in Summe, Stichwort Überstunden am Sonntag, erheblich. Ich bin für Gleichbehandlung aller Kammern. Also sollte der Gesetzgeber dafür sorgen, dass die Landarbeiterkammer in Zukunft ihre Wahl ohne Zutun der Kommunen abhält. Wir sind nicht zuständig!“

Am Bild: NÖ GVV-Präsident Bgm. Andreas Kollross

Foto: NÖ GVV

Erstes Bürgermeistertreffen des Militärkommando NÖ

Erstes Bürgermeistertreffen des Militärkommando NÖ

Ein gelungener Vorstoß, um das Vertrauen und die Verbundenheit zwischen Heer, Gemeinden und BürgerInnen zu stärken.

„Wir haben alle Bürgermeister mit einem besonderen Bezug zum Bundesheer zu uns eingeladen. Insgesamt sind bzw. waren 14 Bürgermeister im Land bei uns beschäftigt, viele sind aktive Mitglieder etwa in der Offiziers- und Unteroffiziersgesellschaft oder im Heeressportverein. Ziel der Runde ist es, Vertrauen und Verbundenheit zwischen Bundesheer, Gemeinden und Bürgern zu stärken. Vertrauen schafft Verständnis für das, was wir tun, Vertrauen steigert auch die Wehrbereitschaft junger Menschen“, betonte NÖ Militärkommandant Brigadier Georg Härtinger. Der Einladung waren auch der Präsident des Gemeindebundes Bgm. Johannes Pressl und NÖ GVV-Vizepräsident BR Bgm. Christian Fischer gefolgt.

Mehr Austausch und Information

Johannes Pressl betonte: „Auch ich habe eine besondere Verbindung zum Bundesheer, bin Einjährig-Freiwillig dabei gewesen, habe Kader- und Truppenübungen geleistet. Gerade im Ernstfall sieht man, wie wichtig enge Verbindungen und hohes Vertrauen sind. Deshalb sind abseits von Einsätzen die Kultur- und Gemeinschaftsarbeit ungemein wichtig“. Christian Fischer tritt jedenfalls für ein Mehr an Informationen ein: „Wir stehen zu 100% hinter dem Bundesheer wobei wichtig ist, sich weiterzuentwickeln. Das Österreichische Bundesheer ist anders als zum Beispiel Rettungsorganisationen nicht vor Ort in der Gemeinde vertreten, es braucht hier für Gemeinden entsprechende Materialien bzw. Kontakte zu Angeboten und Leistungen bzw. zu Informations-Offizieren, um über Wehrdienst und Wehrersatzdienst gleichermaßen informieren zu können“.

Stellung wichtig auch für Gemeinden

Wesentlich für die Gemeinden war die Stellung – zentral für das Österreichische Bundesheer, den Wehrersatzdienst, für junge Menschen, aber auch für das Gemeindeleben. Viele Gemeinden veranstalten rund um die Stellung Informationsveranstaltungen, organisieren Busse und Sammelfahrten oder laden danach zu einem gemeinsamen Essen ein. Eine Tradition, die aber mit neuem Leben erfüllt werden sollte, Zusammenkommen, die da und dort an Bedeutung verloren haben. Eine Aufgabe, die man sich vom heutigen Austausch mitgenommen hat. Ein weiteres Thema waren Angelobungen in den Gemeinden, von denen jährlich rund 20 durchgeführt werden, Auftritte der Militärmusik oder Sicherheitstage. „Die Anfragen steigen, das sind echte Highlights, mit hunderten Gästen und Zuschauern in den Gemeinden – aber wir können nicht allen Anfragen sofort nachkommen“, betont Härtinger.

Bundesheer guter Arbeitgeber, um Gemeindearbeit vereinbaren zu können

Mit dabei war u.a. Silvia Riedl-Weixlbraun, Bürgermeisterin von Göpfriz an der Wild und Referatsleiterin am Truppenübungsplatz Allentsteig: „Das Bundesheer ist ein verlässlicher Partner und Teil unserer Kleinregion. Ich sehe mich daher als Schnittstelle zwischen Gemeinde, Bevölkerung und Bundesheer. Von Synergien in den Bereichen Krisenmanagement, Organisation, Führung oder strategische Planung profitiere ich im Besonderen“. Einer Aufgabe, der sich alle Bürgermeister verpflichtet fühlen. Der Bürgermeister von Othental, Oberst Herwig Graf: „Meine Gemeinde zählt 530 Einwohner, da informiere ich natürlich jeden einzelnen persönlich über die Stellung und alle sicherheitsrelevanten Themen“.

Foto: MilKdo NÖ

GRW Neunkirchen: SPÖ Kopf an Kopf mit ÖVP

GRW Neunkirchen: SPÖ Kopf an Kopf mit ÖVP

Bei der Neuwahl des Gemeinderats in der Bezirkshauptstadt Neunkirchen am 31. Mai 2026 liegen im Endergebnis die regierende ÖVP und die SPÖ Kopf an Kopf – getrennt nur durch neun Stimmen. Wer der nächste Bürgermeister wird, werden die Parteienverhandlungen entscheiden.

Ergebnis GRW NK vom 31. Mai 2026 (Wahlbeteiligung 51,95%):

ÖVP: 31,65 Prozent, 12 (-1) Mandate

Spitzenkandidat: Bgm. Peter Teix

SPÖ: 31,47 Prozent, 12 (+/-0) Mandate

Spitzenkandidat: StR Günther Kautz

FPÖ: 19,13 Prozent, 7 (-2) Mandate

Spitzenkandidat: LAbg. Helmut Fiedler

Grüne: 8,81 Prozent, 3 (-1) Mandate

Spitzenkandidat: GR Johannes Benda

Liste WfN: 8,93 Prozent, 3 Mandate

Spitzenkandidat: VizeBgm. Marcus Berlosnig

SPÖ-Spitzenkandidat Günther Kautz (Bild oben): „Ich möchte mich bei allen Neukirchner BürgerInnen, die uns das Vertrauen geschenkt haben und bei meinem Team, das hervorragende Arbeit geleistet hat, ganz herzlich bedanken. Ich werde sofort mit den anderen Parteien Verhandlungen über die künftige Führung unserer Stadt aufnehmen.“

Und NÖ GVV-Präsident Bgm. Andreas Kollross zum Neunkirchner Wahlergebnis: „Die SPÖ-Neunkirchen hat mit ihrem Spitzenkandidaten Günther Kautz einen engagierten Wahlkampf hingelegt. Kautz und sein Team verfügen auch über die Expertise, in Neunkirchen die Führungsrolle zu übernehmen und die Stadt endlich wieder in bessere Zeiten zu führen. Ich wünsche ihnen für die anstehende Verhandlungen alles Gute.“

Ergebnis GRW NK vom 25. Jänner 2025 (Wahlbeteiligung 52,24%):

ÖVP: 13 Mandate (-4)

SPÖ: 12 Mandate (+/-0)

FPÖ: 9 Mandate (+6)

Grüne: 3 Mandate (-2)

Liste WfN: n.k.

Vorgeschichte zur Neuwahl: Nach dem Rücktritt der VP-Bürgermeisterin Klaudia Osztovics und der Spaltung der FPÖ-Fraktion kam es am 1. Dezember 2025 zum nächsten entscheidenden Bruch: SPÖ und Grüne legten geschlossen ihre insgesamt 15 Mandate zurück. Dadurch verlor der Gemeinderat seine Beschlussfähigkeit, die für diesen Tag geplante Wahl eines neuen Bürgermeisters konnte nicht stattfinden. Eine Neuwahl des Gemeinderats musste innerhalb sechs Monate festgesetzt werden. Für diese Übergangszeit wurde der bisherige ÖVP-Stadtrat Peter Teix von der ÖVP-Fraktion und den sieben von der FPÖ ausgeschlossenen Mandataren zum „Übergangsbürgermeister“ gewählt. Die Ex-Blauen haben sich zur neuen Bürgerliste „Wir für Neunkirchen“ (WfN) formiert.

Foto: SPÖ Neunkirchen-Stadt

Festliche Eröffnung des neuen PVÖ-NÖ-Büros am Europaplatz St. Pölten

Festliche Eröffnung des neuen PVÖ-NÖ-Büros am Europaplatz St. Pölten

Im Herzen von St. Pölten hat der Pensionistenverband Niederösterreich am 20. Mai sein neues Landessekretariat am Europaplatz, Schießstättstraße 39, im Erdgeschoß des Bürogebäudes des NÖ GVV feierlich eröffnet. Zahlreiche Gäste folgten der Einladung zum Tag der offenen Tür, um die starke Interessenvertretung der älteren Generation vor Ort zu würdigen.

Der PVÖ Niederösterreich, in den 1950er-Jahren gemeinsam mit dem Bundesverband gegründet, hatte – wie viele niederösterreichische Landesgremien – seinen ursprünglichen Sitz in Wien. Mit der Erhebung St. Pöltens zur Landeshauptstadt übersiedelte 1997 auch der PVÖ NÖ nach St. Pölten. Rund zehn Jahre war der Verband zuletzt am Bahnhofsplatz beheimatet, nun erfolgte der Schritt in moderne, barrierefreie Räumlichkeiten am Europaplatz.

Landespräsident Rupert Dworak unterstrich die Bedeutung einer starken Stimme für Seniorinnen und Senioren: von Gesundheitsversorgung und Mobilität bis zu sozialer Teilhabe – der PVÖ NÖ stehe rund 50.000 Pensionistinnen und Pensionisten engagiert zur Seite. „Gerade in Zeiten, in denen Sparmaßnahmen immer wieder ältere Menschen treffen, verurteile ich ungerechte Kürzungen bei den Pensionen“, so Dworak. Zugleich hob er die ausgezeichnete Zusammenarbeit mit Institutionen und Persönlichkeiten in Niederösterreich und im Bundesverband hervor.

Die Präsidentin des Pensionistenverbandes Österreich Birgit Gerstorfer dankte Rupert Dworak und seinem Team für die gute Zusammenarbeit. Sie betonte, wie wichtig es sei, dass ältere Menschen eine funktionierende Interessenvertretung haben, die sich für Themen wie Altersdiskriminierung, Gesundheits- und Pflegeversorgung einsetzen. In Bezug auf Pensionen erklärte sie, dass bei allen Einsparungsdruck eine Abgeltung der Inflation notwendig sei und sie keine Verhandlungen auslassen werde, um dies zu erreichen.

Zur Eröffnung gratulierten neben PVNÖ-Präsidentin Gerstorfer, der Bürgermeister von St. Pölten, Matthias Stadler, Kontroll-Landesrat Sven Hergovich, Landesrätin Eva Prischl, der Hausherr NÖ GVV-Präsident Bgm. Andreas Kollross sowie zahlreiche Bezirksvorsitzende und Vertreterinnen und Vertreter der Ortsgruppen.
Mit einem feierlichen Akt – der symbolischen Schlüsselübergabe durch den Hausherrn Kollross und dem Durchtrennen des Eröffnungsbandes – wurden die neuen Räume ihrer Bestimmung übergeben. PVÖ NÖ-Landesgeschäftsführer Elmar Helletzgruber führte die Gäste durch das Haus und betonte, dass mit dem neuen Standort ein zeitgemäßes, für die kommenden Jahrzehnte bestens aufgestelltes Landessekretariat geschaffen wurde.

Abschließend zeigte sich Präsident Dworak stolz, mit einem top ausgebildeten und hochmotivierten Team die Anliegen der älteren Generation vertreten zu dürfen. Auch
künftig sollen vielfältige kulturelle und sportliche Angebote sowie das umfangreiche Programm der Seniorenreisen – dem größten Reiseanbieter für Seniorinnen und Senioren in Österreich – für Aktivität und Gemeinschaft sorgen.

Foto: Rene Wunderl

Die Kommunal-Kolumne

Die Kommunal-Kolumne

NÖ GVV-Präsident Bgm. Andreas Kollross verfasst monatlich in der Zeitung Servus Nachbar (www.servus-nachbar.at) eine Kolumne zu gemeinderelevanten Themen. Diesmal: die Daseinsvorsorge.

Wenn man über die Aufgaben von Gemeinden und Städte spricht, kommt oftmals der Begriff Daseinsvorsorge. Aber was ist die Daseinsvorsorge eigentlich genau?

Geprägt wurde dieser Begriff vom deutschen Verwaltungsrechtler Ernst Forsthoff in den 30er Jahren des vorigen Jahrhunderts. Grund seiner These war der gesellschaftliche Wandel, bei dem die BürgerInnen zunehmend auf Leistungen angewiesen sind, die sie selbst nicht mehr erbringen können. Daraus leitet er ab, dass es Aufgabe des Staates ist, grundlegende Angebote und Dienstleistungen allen zugutekommen zu lassen, damit ein menschenwürdiges Leben möglich ist.

Die Definition, was unter den Begriff der Daseinsvorsorge fällt, ändert sich aufgrund technologischer Entwicklungen und Herausforderungen. Waren es anfangs nur die Fragen der Wasserver- und Abwasserentsorgung, der Müllbeseitigung, der Versorgung mit Energie, sowie ein funktionierendes Gesundheits- und Bildungssystem – so sind es heute zusätzlich die Fragen des öffentlichen Personennahverkehrs und der Digitalisierung.

Unabhängig, welche Entwicklungen wir durchmachen und welche Aufgaben in der Daseinsvorsorge hinzukommen, bleibt ihre Hauptaufgabe davon unberührt: die Schaffung gleichwertiger Lebensverhältnisse und Sicherung der Lebensqualität. Egal für wen und egal wo man lebt. Stadt oder Land. Es ist Aufgabe der Politik, der flächendeckenden Versorgung Vorrang vor der wirtschaftlichen Gewinnmaximierung zu geben. Das galt damals und das gilt heute.

Feuerwehr-App LEA jetzt auch für alle BürgermeisterInnen

Feuerwehr-App LEA jetzt auch für alle BürgermeisterInnen

Die Einsatz-App stärkt Zusammenarbeit zwischen Feuerwehren und unseren Gemeinden.

Mit der neuen Leitstellen- und Einsatzorganisationen-App (LEA) steht den niederösterreichischen Feuerwehren seit einem Jahr ein modernes digitales Werkzeug zur Verfügung, das die standardmäßige Alarmierung über Sirene und Pager ergänzt. Nun wird die LEA-App um eine wichtige Funktion erweitert: Ein eigener Zugang für Bürgermeisterinnen und Bürgermeister ermöglicht einen raschen Überblick über das Einsatzgeschehen in der eigenen Gemeinde.

 „Die LEA-App erleichtert unseren Feuerwehren Einsätze und Alltag. So machen wir ihnen das Leben leichter, damit sie unseres sicherer machen können. Die neue Erweiterung ist jetzt ein wichtiger Schritt, denn Bürgermeisterinnen und Bürgermeister sind oft die ersten Ansprechpersonen vor Ort und mit der LEA-App künftig bestens über das Einsatzgeschehen in der eigenen Gemeinde informiert“, betont LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf.

NÖ Gemeindebund-Präsident Bgm. Johannes Pressl und NÖ GVV-Präsident Bgm. Andreas Kollross unterstreichen unisono die Bedeutung für die Gemeinden: „Für uns als Verantwortungs- und Entscheidungsträger ist es enorm wichtig, dass wir informativ und organisatorisch im Einsatzgeschehen dabei sind. Dann können auch wir rasch Hilfe und Nacharbeiten bei Einsatzfällen mitorganisieren. Das ist Partnerschaft für die Bürgerinnen und Bürger in den Gemeinden und trägt wesentlich zur Sicherheit im Land bei.“

„Die Freiwilligen Feuerwehren stehen täglich vor großen Herausforderungen, bei denen schnelle und präzise Entscheidungen gefragt sind. Mit der LEA-App machen wir einen entscheidenden Schritt in die digitale Zukunft. Sie sorgt für eine bessere Koordinierung und eine noch engere Zusammenarbeit. Nicht nur innerhalb der Feuerwehr, sondern nun auch mit den Gemeinden“, so Landefeuerwehrkommandant Dietmar Fahrafellner. Die LEA-App ergänzt die bestehende Alarmierung über Sirene und Pager und stellt Gemeinden zusätzliche Einsatzinformationen in Echtzeit bereit. Dadurch sind Bürgermeisterinnen und Bürgermeister jederzeit über aktuelle Lagen informiert, können Entwicklungen besser einschätzen und bei Bedarf rasch abgestimmt handeln. Durch strukturierte Rückmeldungen der Einsatzkräfte zur Verfügbarkeit sowie durch standardisierte Kommunikation entsteht ein klares und aktuelles Lagebild. Das erleichtert nicht nur die Einsatzkoordination, sondern stärkt auch die Zusammenarbeit zwischen Feuerwehr, Behörden und Gemeinden im Anlassfall deutlich. Die App liefert Einsatzleitern damit alle relevanten Informationen samt Navigation zum Einsatzort, bietet den Einsatzkräften die Möglichkeit, ihre Verfügbarkeit augenblicklich zurückzumelden und unterstützt auch im Feuerwehr-Alltag, etwa bei Einladungen oder Übungsterminen.

Am Bild (v. l.): Landesfeuerwehrkommandant-Stv.: Martin Boyer, NÖ GVV-Präsident Bgm. Andreas Kollross, Landesfeuerwehrkommandant Dietmar Fahrafellner, LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf, NÖ Gemeindebund-Präsident Bgm. Johannes Pressl

Foto: NLK Khittl

EVN-Gewinne den Menschen zurückgeben!

EVN-Gewinne den Menschen zurückgeben!

Das Erneuerbaren-Ausbau-Beschleunigungsgesetz (EABG) wird gerade im Parlament intensiv verhandelt. SPÖ-Energiesprecher NR Alois Schroll traf sich deshalb am 6. Mai mit NÖ GVV-Präsident Bgm. Andreas Kollross und KO LAbg. Hannes Weninger in St. Pölten zum einschlägigen Gedankenaustausch.

Schroll: „Gerade bei diesem Thema ist es mir enorm wichtig, mit den Bundesländern und Gemeinden gut abgestimmt zu sein. Danke an SPÖ NÖ-Klubobmann Hannes Weninger, NÖ GVV-Präsident Bgm. Andreas Kollross für den heutigen guten Austausch im dazu!“

Kollross: „Das Danke kann ich an Alois Schroll nur retournieren. Denn auch wir Gemeinden sehen eine große Notwendigkeit darin, in Sachen EABG gehört zu werden und eingebunden zu sein. Das Gespräch heute war sehr sinnvoll und fruchtbar.“

Am Bild (v. l.): Kollross, Schroll, Weninger